Für das Krafttraining zu Hause habe ich mir einen Sprossenwand gebaut, um so eine breitere Palette an Übungen machen zu können. Der Aufbau ist einfach, das Design funktional und ästhetisch ansprechend aus Multiplex-Sperrholz mit Eichen-Sprossen.
Zuschnitt und Verleimen
Die Sprossenwand ist aus 24 mm Birke-Multiplex, das ich noch vom Bau des Betts für meine Tochter übrig hatte. Um der Sprossenwand mehr Stabilität zu geben, habe ich jeweils zwei Lagen Sperrholz übereinander geleimt, so konnte ich auch alle Reste vom Bett-Bau verwenden: ich habe in der Längsrichtung jede Lage gestoßen und so eine optimale Verwendung der Holzreste erzielt, ohne die Stabilität der beiden Wangen zu beeinträchtigen.




Am oberen Ende sollte – wie bei einer Sprossenwand üblich – eine Sprosse etwas nach vorne versetzt sein, damit man sich dort mit den Hängen einhängen kann. Um das auch optisch auszudrücken, habe ich die Form der beiden Wangen angepasst und im unteren Bereich etwas schmaler gesägt. Dazu habe ich meine Tauchsäge mit Schiene benutzt und den Übergang schräg abgesetzt. Den schrägen Schnitt habe ich von Hand mit der Ryoba gemacht.


Bohren der Löcher für die Sprossen
Die Sprossen sind 100 cm lange Rundstäbe aus Eiche, die ich bei amazon gefunden habe. Für maximale Stabilität werden sie eingebohrt und verleimt. Ich habe zunächst alle Löcher angezeichnet und dann mit der Bohrmaschine auf dem Bohrständer gebohrt. Für solche Arbeiten ist es sehr praktisch, dass mein Bohrständer auf einem fahrbaren Wagen steht, so dass ich ihn aus seiner Ecke heraus in die Werkstatt holen konnte.
Anschließend habe ich die Oberflächen schon mal mit 120er Korn geschliffen.



Ausschnitt für Sockelleisten und Rundung anfräsen
Die Sprossenwand wird an die Wand gedübelt. Für die Sockelleiste des Fußbodens habe ich daher mit der Oberfräse einen Ausschnitt gefräst.


Außerdem haben alle Kanten noch eine schönen Rundung bekommen, so dass sich die Sprossenwand schön „weich“ anfasst.


Vorbereiten der Sprossen
Die Sprossen habe ich an der Kappsäge abgelängt und an ihren Enden jeweils etwas konisch zugeschliffen, so dass sie leichter in die Löcher rutschten.




Einleimen der Sprossen
Um eine möglichst saubere Oberfläche zu behalten, habe ich die Fläche unterhalb der Sprossenlöcher mit Malerkrepp abgeklebt, so dass austretender leim auf dem Klebeband landet und nicht auf der Holzoberfläche. Auch wenn das in der Vorbereitung etwas mehr Arbeit ist, hat sich das bewährt, denn ich musste fast keinen Leim wegputzen, was aus meiner Sicht die deutlich nervigere Arbeit ist.
Dann habe ich alle Sprossen bereit gelegt. Auf der von mir entfernten Seite der Sprossenwand habe ich außerdem mit doppelseitigem Klebeband eine Leiste angebracht, auf die ich die Sprossen ablegen konnte, solange sie nur auf einer Seite in die Löcher eingesteckt sind. Das diente dazu, sie direkt vor ihrem passenden Loch liegen zu haben, weil es sonst bei so vielen Sprossen schwierig gewesen wäre, alle Sprossen in kurzer Zeit in das passende Loch zu bugsieren.
Anschließend habe ich Leim in die Löcher gegeben und die Sprossen eingesteckt. Sprossen und Löcher haben 30 mm Durchmesser, es gibt also kaum Luft, so dass die Sprossen sehr stramm eingepresst sind. Die konische zugeschliffenen Enden haben geholfen, die ersten Millimeter einzustecken, den Rest habe ich dann mit den großen Schraubzwingen eingepresst und jeweils durch messen sichergestellt, dass jede Sprosse wirklich bis zum Anschlag im Loch steckte.



Vorbereitung der Montage
Nachdem der Leim getrocknet war, gab es noch mal einen Endschliff mit 240er Korn. danach habe ich die Löcher gebohrt, durch die die Sprossenwand an die Wand gedübelt werden sollte. Zuvor hatte ich die Wand genau geprüft und sichergestellt, dass ich meine Montagelöcher nur dort platziere, wo keine Wasser- und Stromleitungen verlaufen.



Montage
Zur Montage habe ich Langschaftdübel verwendet, die in der Wand aus Hochlochziegeln gut halten.


Ergebnis
Hier das Ergebnis. Ohne Fotodokumentation habe ich später noch eine Klimmzugstange gebaut, die man auf verschiedene Höhen einhängen und auch ganz abnehmen kann. Außerdem habe ich eine kurze Stange zum Aufhängen von Stretch-Bändern angebracht und noch zwei Bretter als Bank gebaut, um die Übungsmöglichkeiten noch zu erweitern.







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Mein Werkzeug
Übersicht der Werkzeuge, die ich benutze.
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